Dialekte drent und herent - was sie (nicht) unterscheidet

Barbara Hauser präsentierte am 27.03.2026 im Petersbrunnhof in Salzburg ihre Masterarbeit mit dem Titel „Die Verbalmorphologie im Basisdialekt des inneren Landkreises Berchtesgaden im Vergleich mit der Alltagssprache seiner Umgebung“. Es ging dabei darum, sich anzusehen, wie die älteste Dialektform im inneren Landkreis Berchtesgaden in Bezug auf die Verben aussieht, und wie sich das im Vergleich zur Alltagssprache, also der Sprache, die von einer breiteren Masse verwendet wird, verhält, auch über die Grenzen hinweg. 

Dass die Bayern anders reden als die Salzburger, ist weithin bekannt. Doch sind die Orte an der Grenze oft nur wenige Kilometer voneinander entfernt – und haben zeitweilig sogar zusammengehört. Woher kommt dann also dieser sprachliche Unterschied? Und ist er überhaupt so groß, wie wir denken?

Die Ergebnisse der im Zuge der Masterarbeit geführten Interviews und die Auswertung der Online-Umfrage wurden bei dem Vortrag von Barbara Hauser präsentiert. Als Einleitung erläuterte Prof. Peter Mauser die Aufgaben der Sprachforscher und erklärte deren Hintergründe.

Spannend war auch, dass vor Ort für alle BesucherInnen die Möglichkeit bestand, an einer Online-Blitzumfrage teilzunehmen. Sie bestand aus fünf Fragen, wie man bestimmte Wörter im Dialekt ausspricht. Während sich in der Pause die Gäste bei einer kleinen Jause austauschten, wertete Barbara Hauser die Eintragungen aus und präsentierte diese im 2. Teil des Vortrages. 

Es stellte sich heraus, dass der Unterschied nicht groß ist, aber dass es ihn doch gibt. Einige Betonungen oder Verb-Endungen sind dann doch unterschiedlich. 

Für die musikalische Umrahmung sorgten die Lausaringer Tanzlmusi und "BrucknBlech" mit Musikanten von drent und herent. Der Saal der Salzburger Volkskultur war auch sehr gut mit interessierten ZuhörerInnen gefüllt - natürlich auch von drent und herent! Es war „a runde Sach“, könnte man sagen.

Dieses EUREGIO-Begegnungsprojekt wurde über INTERREG VI A mit Mitteln der Europäischen Union gefördert. 

 

 

 

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