EUREGIO setzt sich für die Bahnausbaustrecke ABS 38 ein
Die Ausbaustrecke München – Mühldorf – Freilassing / Simbach – Grenze Deutschland/Österreich (ABS 38) ist ein wichtiger Bestandteil der „Magistrale für Europa“ von Paris nach Bratislava und Budapest. „Und als solche ist sie ein wesentlicher Baustein für die weitere positive Entwicklung unserer Grenzregion und das Zusammenwachsen in Europa. Wichtige Schritte in diesem Entwicklungsprozess waren in unserem Grenzraum in den letzten Jahren der Umbau des Salzburger Hauptbahnhofs und die Errichtung des dritten Gleises über die Saalach zwischen Salzburg und Freilassing.“, hält EUREGIO-Präsident Bernhard Kern fest.
Nun steht die Realisierung der ABS 38 unmittelbar vor der Umsetzung, denn das Eisenbahn-Bundesamt hat den Planfeststellungsbeschluss für den ersten Planungsabschnitt (PFA 1.4 Thann-Matzbach – Dorfen) in Aussicht gestellt. Um diese „Baureife“ dann auch unmittelbar nutzen zu können, braucht es eine zeitgleiche finanzielle Absicherung durch den Bund. Gemeinsam mit Stadt und Land Salzburg sowie den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein hat sich die EUREGIO daher nun an den deutschen Bundesfinanzminister Lars Klingbeil gewandt, damit die baufachliche Freigabe der Bundesmittel erteilt wird.
Um den Beginn der Hauptbauleistungen ab 2028 sicherzustellen bzw. auch die Potenziale aus der Elektrifizierung heben zu können, geht es dabei zum einen um die Bereitstellung der Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 115 Mio. Euro für den Planungsabschnitt PFA 1.4. und zum anderen um die Erteilung des Planungsauftrags mit der notwendigen Anschubfinanzierung in Höhe von 10 – 12 Mio. Euro für die Elektrifizierung Mühlbach – Simbach – Grenze Deutschland/Österreich.
Mit der Bereitstellung dieser beiden Finanzierungsbausteine wird „der Hebel umgelegt“ für eine termingerechte Realisierung der gesamten Ausbaustrecke, die dann in der Folge weitere positive Effekte mit sich bringen soll, wie etwa die strukturelle Aufwertung des Knotenpunkts Mühldorf zu einem vollwertigen Fernverkehrshalt mit einer überregionalen Anbindung Südostbayerns sowie einer optimalen Verbindung mit der Landeshaupt- und Weltkulturerbestadt Salzburg, die Standortsicherung für Global Player wie die Wacker Chemie AG oder auch eine Umsetzung des Deutschlandtakts mit einem 2-Stunden-Takt auf der gesamten Magistrale.